Digitale Bildung: Brücke in eine erfolgreiche Zukunft

Kostenloser Zugriff auf das Wissen der Welt, Lerngemeinschaften über Kontinente hinweg, personalisierte Lernprogramme: Die Digitalisierung macht Bildung offener, individueller und interaktiver. Die Basis: Digitale Kompetenz und eine leistungsstarke IT-Infrastruktur.

Wer am Campus des renommierten Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam studieren möchte, muss vor allem eins mitbringen: Top-Abiturnoten und Leidenschaft für Digital Engineering. Zum Studienstart im Wintersemester nimmt Deutschlands IT-Exzellenzhochschule 80 Bachelor-Studierende auf, im Master-Studiengang zum Winter- und Sommersemester jeweils 30 Bewerber. Spitzenknowhow für eine kleine Elite? Das entspricht nicht dem Geist des Hightech-Instituts an der Havel. Ganz im Gegenteil. Bereits 2012 begann die von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner ins Leben gerufene Hochschule damit, ihre Lehrinhalte für jeden zugänglich zu machen.

177.000 Kommilitonen weltweit

OpenHPI heißt die Plattform, auf der sich Wissbegierige aus aller Welt in kostenlosen Massive Open Online Courses (MOOCs) weiterbilden können, hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. 2017 fand erstmals ein Kurs mit Online-Übersetzung und Untertitelung in elf Sprachen statt. Mehr als 177.000 Menschen weltweit nutzen die Plattform. „Wir bieten eine innovative, interaktive Lernumgebung, eingebettet in eine soziale Plattform, die Interessierte aus aller Welt miteinander verbindet“, sagt Christoph Meinel, Institutsdirektor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts. So absolvieren Teilnehmer der MOOCs nicht nur einen 6-wöchigen Kurs mit Online-Vorträgen, Selbsttests und Klausur, sie stehen auch in ständigem Kontakt mit ihren Kommilitonen und Lehrern. Das motiviert und macht erfolgreich: Bislang stellte das Institut 54.000 Zertifikate für abgeschlossene IT-Kurse aus.

Wie kann Digitalisierung neue Lernwege eröffnen?

Das kostenlose Studienangebot aus Potsdam zeigt, wie die Digitalisierung das Bildungswesen bereichern, wenn nicht sogar revolutionieren kann. Etwa indem sie

  • Wissen und Lerntools jedem verfügbar macht und damit mehr Chancengleichheit bietet,
  • Unterricht vom traditionellen Schulungsraum löst und virtuelle Lernumgebungen schafft,
  • Austausch und Zusammenarbeit über Kontinente hinweg ermöglicht,
  • mehr Möglichkeiten für aktives, eigenverantwortliches Lernen bietet,
  • mit Hilfe von Algorithmen personalisierte Lernprogramme erstellt, die den Stärken und Schwächen des Einzelnen gerecht werden.

Weitere gute Beispiele dafür gibt es in Deutschland an vielen Orten und in allen Bildungsbereichen. Etwa im Gymnasium Kirchheim bei München: Der Preisträger des Deutschen Schulpreises 2017 bietet ab der 8. Jahrgangsstufe eine Tablet-Klasse. Dort arbeiten die Schülerinnen und Schüler in einem digitalen Klassenzimmer im individuellen Lerntempo. Oder bei der Deutschen Bahn: Sie schult ihre Zugbegleiter seit 2017 mittels VR-Brillen im virtuellen ICE 4. „Digitale Medien sind längst Teil unserer Lebenswelt“, sagt Bildungsforscher und Publizist Martin Lindner. „Digitales Lernen bedeutet schlicht Lernen unter Bedingungen einer digitalisierten Gesellschaft.“

„Digitale Medien sind längst Teil unserer Lebenswelt.Digitales Lernen bedeutet schlicht Lernen unter Bedingungen einer digitalisierten Gesellschaft.“

Martin Lindner, Bildungsforscher und Publizist

 

Weniger daddeln, mehr wissen

Das sieht offenbar auch die Mehrheit der Deutschen so: Neun von zehn Befragten befürworten diese Entwicklung. 86 Prozent wünschen sich sogar, dass ein grundlegendes Verständnis digitaler Technologien in Zukunft fester Bestandteil in der Schul- und Berufsbildung ist. Das zeigen jedenfalls die Ergebnisse des ZukunftsMonitors des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Doch was braucht es, um digitale Bildung flächendeckend zu etablieren? Zum einen: moderne Technologien. Da ist es mit dem Einsatz von Tablets, PC und Whiteboards im Schulungsraum längst nicht getan. Technische Basis für das Lernen der Zukunft sind schnelles Internet sowie eine zuverlässige und stabile IT-Infrastruktur inklusive Cloud-Lösung (siehe Kasten). Zum anderen: digitale Kompetenz. Sie gilt schon heute in vielen Berufen neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kernkompetenz. Wie kann etwas dermaßen Komplexes nur aus Nullen und Einsen bestehen? Wie kann eine Nachricht so schnell in Übersee ankommen? Wie merkt sich Facebook meine Daten? Nur wer über mehr Kenntnisse verfügt als zum Daddeln und Chatten nötig sind, kann sich in einer immer schneller wandelnden Arbeitswelt und Gesellschaft zurechtfinden. Eine konsequente Digitalisierung und damit Demokratisierung der Bildung hält Birgit Eickelmann, Professorin für Schulpädagogik an der Universität Paderborn, daher für unerlässlich. „Nicht um die Wirtschaft zu fördern, sondern um Lebenschancen gerecht zu verteilen.“

Vom Kindergarten bis zur beruflichen Weiterbildung: So unterstützt Huawei digitales Lernen

Brücken bauen, um die digitale Kluft zu überwinden, gleiche Bildungschancen bieten und die Lehrqualität verbessern: Das sind die Ziele, die Huawei mit seiner Initiative „Innovative ICT — Building Better Connected Education“ verfolgt. Mit Network-und Cloud-Lösungen für Schulen, Universitäten und Weiterbildungsinstitute sorgt das Unternehmen für die Entwicklung intelligenter Campusse mit komfortablen, flexiblen und effizienten IT-basierten Abläufen. Um die Bildung dem modernen Lebensstil anzupassen, die Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zu verbessern und Menschen, Gemeinden und Nationen wettbewerbsfähig zu machen. In der Workshop-Reihe Smart Camps wiederum sollen Kinder mit den Grundfunktionen und Möglichkeiten des Internets vertraut werden – und lernen, sich geschützt im Netz zu bewegen. Als Mitglied der Initiative „Deutschland sicher im Netz“ unterstützt Huawei Berufsschüler und Lehrer, ihre digitale Expertise zu stärken.

 

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