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Globale Studie: Warum digitale Infrastruktur und Künstliche Intelligenz über unsere Wettbewerbsfähigkeit entscheiden

Ob mit neuen Produkten, Services oder Geschäftsmodellen: Um am weltweiten Wachstum teilhaben und wettbewerbsfähig bleiben zu können, sind intelligente digitale Infrastruktur und Künstliche Intelligenz (KI) unumgänglich. Der Huawei Global Connectivity Index 2018 (GCI) zeigt, wie Konnektivität und KI zusammenhängen, wer vom KI-Boom profitieren wird und was ihn gefährden könnte.

Ökonomischer Paradigmenwechsel

Vom Autonomen Fahren über Chatbots im Kundenservice und fehlerfreier Spracherkennung bei internationalen Meetings bis hin zur Krebsbekämpfung in der medizinischen Forschung: Unser Leben und Arbeiten wird in Zukunft immer stärker durch digitale Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle geprägt, die konsequent die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) ausschöpfen. KI wird damit zum Haupttreiber eines globalen, ökonomischen Paradigmenwechsels. Und als Motor für das Wachstum einzelner Branchen, aber auch einer dafür notwendigen Entwicklung einer intelligenten Konnektivität wesentlich dazu beitragen, den Anteil der Digital-Ökonomie am weltweiten Bruttosozialprodukt  im Jahr 2025 auf knapp 23 Billionen Dollar fast zu verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Global Connectivity Index (GCI) von  Huawei. Der GCI misst anhand von 40 Kriterien in mittlerweile 79 Ländern weltweit die Entwicklung von Investitionstätigkeit in Kommunikationstechnologie, Anwendungen, Nutzererfahrung und Marktentwicklung und deren Auswirkung auf den digitalen Reifegrad ihrer Wirtschaft. Deutschland landet in diesem Jahr auf Rang 14.

“Wir erleben jetzt einen von Künstlicher Intelligenz initiierten Paradigmenwechsel”, sagt Kevin Zhang, Präsident von Huawei Corporate Marketing. “Fortgeschrittene Volkswirtschaften, aber auch Entwicklungsländer nutzen intelligente Konnektivität, um neue Möglichkeiten zu eröffnen.“

 

Intelligente Vernetzung unverzichtbare Basis

Der GCI, 2018 zum fünften Mal erhoben, zeigt: Unabdingbare Voraussetzung einer Volkswirtschaft, ihrer Industrien und Unternehmen, sich dieses digital basierte Wachstum zu erschließen, sind möglichst flächendeckende intelligente Telekommunikationsnetze. Heißt: KI definiert als ökonomischer Wachstumstreiber Nummer eins neu, wie eine wettbewerbsrelevante Konnektivität aussieht. Intelligente Vernetzung wird damit zur unverzichtbaren Basis für den Wohlstand ganzer Volkswirtschaften, für Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität jedes Unternehmens.

Wer profitiert, wer verliert?

Profitieren werden von dieser Entwicklung also in erster Linie diejenigen Unternehmen und Länder, die auf eine hochwertige digitale Infrastruktur zurückgreifen können. Industrien, die KI in Schlüsseltechnologien einbinden, also etwa in den Bereichen Breitbandversorgung, Rechenzentren, Cloud, Big Data und Internet der Dinge, werden eine neue Welle des Wirtschaftswachstums auslösen.

Was eine KI-basierte Wirtschaft braucht

Laut GCI bilden vor allem drei Faktoren die unverzichtbare Basis für Wettbewerbsfähigkeit in einer digitalen, von KI geprägten Ökonomie an der Schwelle zu einem neuen Zyklus globalen Wirtschaftswachstums:

  • Relevante Algorithmen
    Sie sind die „Gene“ jeder KI. Ohne hochwertige Algorithmen sind KI-Anwendungen sinnlos. Also sind für Unternehmen KI-Experten unabdingbar, die in der Lage sind, die relevanten Felder für KI-Anwendungen zu identifizieren, die dafür passenden Algorithmen zu identifizieren und neue zu entwickeln.
  • Viele klassifizierte Daten
    Daten sind das Lehrmaterial – ohne sie kann eine KI-Anwendung niemals erfolgreich sein – egal, wie gut die „Gene“ respektive die Algorithmen sind, die ihr zugrunde liegen. Um KI zur vollen Leistungsfähigkeit zu trainieren, sind riesige, korrekt zugeordnete Datenmengen unverzichtbar. Alpha Go etwa war in erster Linie deshalb in der Lage, Menschen im Spiel Go zu besiegen, weil es eines Tages einfach über mehr Erfahrung in Form endloser Trainingseinheiten verfügte als es einem Menschen jemals möglich wäre. Und Google brauchte zehn Jahre und hunderttausende Stunden Training, um relevante Fortschritte im Autonomen Fahren zu entwickeln, ohne damit schon ans Ziel gekommen zu sein. Also deutlich länger als etwa ein professioneller Fahrer bräuchte, um sein Niveau zu halten oder zu verbessern.
  • Hohe Rechenleistung
    Ein Kind kann noch so talentiert und mit den besten Lehrmaterialien versorgt sein – herausragende Leistungen wird es nur dann erbringen, wenn es ausdauernd und intensiv übt. Heißt: Auch mit den besten Algorithmen und riesigen Datenmengen wird ein KI-Modell nur erfolgreich sein, wenn eine ausreichend hohe Rechenleistung zur Verfügung steht, um diese Trainings zu ermöglichen. Und verglichen mit traditionellem Programmieren braucht KI eine deutlich höhere Rechenkapazität. Weil die Trainings zeitaufwändig sind. Weil Experten die Algorithmen an die neuen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Trainings anpassen und das Modell weiter trainieren müssen, um es kontinuierlich zu verbessern. Wie bei einem Spitzenathleten muss die Zahl dieser Trainings exponentiell zunehmen, um Fortschritte auf hohem Niveau möglich zu machen. Ist das Training abgeschlossen, gilt es, das Modell in möglichst viele Anwendungsszenarien herunter zu brechen. Je nach Phase schwankt der Bedarf an Rechenkapazität und die Anforderung an Datensicherheit – wovon jeweils abhängt, ob sich für Unternehmen eher anbietet, Kapazitäten über Public oder Private Clouds zu beziehen oder auf eigene Hardware zu setzen.

Deutschland: Für digitale Zukunft noch nicht optimal gerüstet

Der GCI zeigt auch: Deutschland ist für eine Zukunft, in der es entscheidend auf intelligente Konnektivität und Künstliche Intelligenz ankommt, noch nicht optimal gerüstet. Im diesjährigen CGI-Ranking landet der derzeitige Vize-Exportweltmeister nur auf Rang 14, ist damit gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze abgerutscht. Liegt damit hinter Luxemburg und nur knapp vor Neuseeland. Und deutlich hinter dem Spitzen-Trio USA, Singapur und Schweden.

Digitale Ausbildung neu definieren

Welches Land künftig zu den wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften zählt, liegt auch weiter stark am Faktor Mensch: In einer von Künstlicher Intelligenz geprägten Arbeitswelt wird Digitale Kompetenz zum entscheidenden Faktor – ist derzeit aber noch vergleichsweise rar gesät. Unternehmen und Regierungen müssen also die Ausbildung für eine Arbeitswelt, die von KI neu definiert wird, radikal reformieren. Und mit dem Aufbau eines gesunden, kollaborativen und offenen KI-Ökosystems beginnen, um wettbewerbsfähige KI-Talente anzuziehen und zu halten. Ähnlich wie für die Anforderungen an KI-Anwendungen selbst heißt das auch für KI-Entwickler: viel Zeit für Trainings, viele verlässliche Daten, passende Entwickler-Tools und ausreichend Rechenkapazitäten.

Sie wollen mehr Details zum Zusammenhang zwischen Konnektivität, Künstlicher Intelligenz und digitalem Wachstum erfahren?
Hier geht’s zur kompletten Studie GCI 2018 von Huawei.