IT-Sicherheit

Interview: Aufklärungsbedarf gestiegen

Huawei im Dialog - Internet Sicherheit

Im Gespräch mit Dr. Thomas Kremer, Vorstandsvorsitzender von Deutschland sicher im Netz e.V.

Seit zehn Jahren steht der Verein unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums. Auf welche gemeinsamen Erfolge mit Politik und Mitgliedern blickt DsiN zurück?
Deutschland sicher im Netz e.V. wurde 2006 auf dem ersten Nationalen IT-Gipfel als gemeinsame Initiative von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gegründet, um Verbraucher und Unternehmen stärker für IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Bis zum heutigen Tage haben wir in zahlreichen Projekten über zehn Millionen Menschen erreicht. Das ist ein großer Erfolg. Dieser wäre ohne unsere Mitglieder und die Unterstützung der Bundesregierung und allen voran unseres Schirmherrn nicht möglich gewesen.

Von der digitalen Gesellschaft zur Gigabit-Gesellschaft – welche Herausforderungen sieht DsiN durch die ansteigende Digitalisierung in unserer Lebens- und Arbeitswelt auf sich zukommen?
Unsere Welt ist heute deutlich vernetzter als zu Gründungszeiten von DsiN. Der Aufklärungsbedarf ist erheblich gestiegen und vor allem breiter geworden. Allerdings sind die Bedarfe der Verbraucher hinsichtlich ihres Digitalschutzes höchst unterschiedlich. Unser DsiN-Sicherheitsindex unterscheidet daher nach Verbrauchertypen. Um Menschen wirklich zu erreichen, braucht es viel Kreativität für passgenaue Informations- und Aufklärungs-angebote. Das gilt übrigens auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Welche Schulprojekte hat DsiN ins Leben gerufen?
Zu unseren Projekten der ersten Stunde zählen die Internauten. Damals haben wir IT-Sicherheitswissen mit einem spielerischen Ansatz bundesweit erfolgreich an Schulen getragen. Auch im Projekt Medien in die Schule haben wir die Schutzexpertise von DsiN für den Einsatz im Unterricht aufbereitet. Nun freuen wir uns darauf, in einem ganz neuen Ansatz Lehrkräfte der Klassenstufen fünf bis acht fächerspezifisch bei der Vermittlung und Anwendung von Medien- und Schutzkompetenzen im Unterricht zu unterstützen. Für dieses neue Projekt werden wir auch auf die Unterstützung und Expertise unserer Mitglieder zurückgreifen – darunter auch Huawei. Auch unsere sehr guten Erfahrungen aus Bottom-Up, ein weiteres DsiN-Bildungsangebot speziell für Berufsschulen und Berufsschüler,  werden uns zugutekommen.

Wie kann ein Mitglied wie Huawei die Arbeit von DsiNweiter unterstützen?
Die Stärke von DsiN basiert auf der Expertise und dem Engagement seiner Mitglieder, die IT-Sicherheit als Basis für eine erfolgreiche Digitalisierung betrachten. Neben der Bildung warten für die Zukunft weitere neue Themenfelder: Der nächste DsiN-Sicherheitsindex wird sich zum Beispiel mit E-Health befassen. Wir laden alle Akteure, die sich für digitale Sicherheit engagieren, zur Zusammenarbeit bei DsiN ein – und freuen uns, dass Huawei sich für ein starkes Engagement bei uns entschieden hat.

Dieser Artikel erschien im Einblick Politikbrief, Ausgabe 01/2017: Download Politikbrief 01/2017