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Wussten Sie schon …

… dass die Telekom bereits 2016 versuchsweise eine Netz-Latenzzeit von unter einer Millisekunde erreichte? Network Slicing machte den damaligen Weltrekord möglich: Die softwaredefinierte 5G-Technologie besteht aus virtuellen Netzen, die auf derselben Hardware betrieben werden. Diese Netzscheiben – Slices – ermöglichen unterschiedliche Netzeigenschaften. Auf diese Weise können die Netzbetreiber Nutzern Sub-Netze bereitstellen, z. B. im Bereich Datenkapazität, Reaktionszeit oder Datenrate, die ihren individuellen Anwendungsanforderungen entsprechen (mehr Infos dazu über die 5G Slicing Association).

Welche Begriffe im Zusammenhang mit 5G noch genannt werden, finden Sie hier:

Mobile Edge Computing

Niedrige Latenzzeiten funktionieren nur auf kurzen Distanzen (auf ca. 150 km). Deshalb werden Daten von zeitkritischen Ereignissen, die aus derselben Funkzelle stammen, in nahe gelegene Basisstationen gesendet. Dort werden sie von Computermodulen gefiltert und verarbeitet.Das Mobile Edge Computing ist z. B. wichtig für das autonome Fahren. Beispiel: Vernetzte LKWs, die hintereinander fahren, erkennen auf diese Weise rechtzeitig Gefahrenzonen.


Millimeterwellen

Das derzeit genutzte Frequenzspektrum liegt zwischen 0,8 und 2,6 Gigahertz (GHz) und ist voll ausgeschöpft. Um neue Datenübertragungen zu ermöglichen, müssen höhere Frequenzen genutzt werden. Das erste neue Band für 5G liegt im sogenannten C-Band bei 3,5 GHz. Weitere Frequenzen werden zwischen 20 GHz bis 300 GHz identifiziert und nutzbar gemacht.


Massive MIMO

Für die neueste Antennentechnik Massive MIMO (mehrfacher Input/mehrfacher Output) wird die Anzahl von Sende- und ­Empfangsantennen stark erhöht. Hintergrund: Durch die bessere Ausleuchtung des dreidimensionalen Raums wird das Frequenzspektrum wesentlich effizienter genutzt.


Mobilfunkzellen

Eine Zelle ist der Bereich, in dem eine Antenne Funksignale empfängt und decodiert. In Städten beträgt der Abstand zwischen Zellstand­orten im Schnitt 500 m. Eine größere Stadt wird daher von bis zu 1000 Standorten abgedeckt. Beeinflusst wird die Zelle auch von der Höhe des Frequenzbereichs. Je höher dieser ist, desto mehr kleine Funkzellen müssen platziert werden, da die Reichweiten eher gering sind. Für 5G müssen mehr Mobilfunkstandorte und ­perspektivisch auch so­genannte Kleinzellen aufgebaut werden.

Dieser Artikel erschien im Einblick Politikbrief, Ausgabe 01/2018: Download Politikbrief 01/2018